Bezirkstagsvizepräsident Peter Schiele – mit voller Überzeugung im Einsatz für den Bezirk Schwaben. © Walter Hochradel

Der zahlende Riese im Hintergrund

Peter Schiele informierte bei der Senioren-Union Donau-Ries über den Bezirk Schwaben.

Datum08.10.2026 Uhrzeit14:00 Uhr OrtGasthaus „Zur Wallfahrt“, Wemding

Was macht eigentlich der Bezirk Schwaben, und wofür gibt er jährlich rund 1,25 Milliarden Euro aus? Diesen Fragen ging Peter Schiele bei der Veranstaltungsreihe „Kaffee, Kuchen, klare Worte“ der Senioren-Union Donau-Ries in Wemding nach.

Der Bezirk ist für viele Bürger kaum sichtbar, trägt aber enorme Verantwortung. Rund 93 Prozent seiner Ausgaben fließen in soziale Aufgaben. Er finanziert Hilfen für Tausende Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen: Pflegebedürftige, Menschen mit Behinderung sowie psychisch und suchtkranke Menschen. Dazu gehören Wohn- und Betreuungsplätze ebenso wie Unterstützung im Alltag, in Schule und Beruf. Auch die Bezirkskliniken Schwaben mit rund 4600 Beschäftigten an neun Standorten gehören zu seinem Aufgabenbereich. Die Kosten steigen, und der finanzielle Spielraum wird immer enger. Das trifft auch die Landkreise und kreisfreien Städte, die über die Bezirksumlage einen Großteil der Ausgaben finanzieren müssen.

Besonders deutlich wurde das Spannungsfeld zwischen Sparzwang und dem Erhalt kultureller Einrichtungen. Rund achtzehn Millionen Euro wendet der Bezirk für Kultur und Heimatpflege auf. Dazu gehören Museen wie das Museum KulturLand Ries in Maihingen, aber auch Denkmalpflege, Volksmusik und Trachtenkultur. Schiele machte deutlich, wie wichtig es sei, dieses Engagement trotz knapper Kassen aufrechtzuerhalten. Denn was heute aus finanziellen Gründen aufgegeben wird, lässt sich morgen kaum wieder aufbauen. Ein einmal geschlossenes Museum, verlorene Sammlungen oder gewachsene kulturelle Strukturen kommen nicht einfach zurück. „Aber auch bei der Kultur muss der Gürtel wegen der Finanzkrise der Bezirke leider enger geschnallt werden“, so Schiele

Der Kreisvorsitzende Bernhard Schellenberger dankte Peter Schiele für einen informativen Nachmittag, der deutlich machte, wie viel Verantwortung dieser oft wenig beachtete politische „Riese“ trägt.